Song of the day

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und dann morgens so vollkommen im Zeitplan freie Fahrt zu einem Auftrag Richtung Lichtenberg mit einem meiner Lieblingskollegen und irgendwie fast unanständig gute Laune, als so langsam eine eisklare Wintersonne über der Industriebrache aufgeht, gute Musik im Radio läuft und die Straßen frei sind äh der Verkehr rollt (das war vor der Suche nach der verd*mmten Hausnummer im Gewerbegebiet Adlershof, Berlin, echt gezz:). 

 

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In Memoriam

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Grade meine John Cleese Phase und clicke mich ziemlich begeistert durch so ziemlich alles von ihm auf youtube (abgesehen davon, dass ich momentan seine Biographie lese). Und dann mit einem gewissen Maß an ... Zögern auf die (offensichtlich verdolmetschte)  Sendung Cleese bei Markus Lanz geklickt. So von wegen Kollegenschelte und dass man ja immer am oberkritischsten ist und ob das nicht mein neu (wieder)entdecktes Idol verwässert. 

Aber dann grad ein bisschen niedergekniet vor der unglaublich guten und kongenialen Leistung des in diesem Jahr leider verstorbenen Kölner Kollegen Gerd Spriesterbach.

Einer der wirklich Großen.

Wie ein Kunde mal meinte: "I have the greatest respect for people who make something difficult seem easy." Begnadet. Unglaublich gut. Und mit dieser wahnsinnigen uneitlen Selbstverständlichkeit, die nur den wirklich Guten zu eigen ist. 

r.i.p. Big Man.

Sicht auf Redner /nonverbale Kommunikation

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Und dann sind da noch diese Jobs, bei denen der ansonsten sehr nette Kunde in keinster Weise bedenkt, dass Dolmetscher auch sehen müssen. Wobei er ja auch nichts dafür kann, dass die in den 70er Jahren erbauten Veranstaltungsorte als fest installierte Kabine oft nur ein Krähennest unterm Dach hinter diversen Beleuchtungsträgern vorsehen. Trotzdem, Kameraanschluss und Bildschirm wäre in so einem Fall nett gewesen (und manuelle Kameraführung war auch in der Kabine eingerichtet aber nicht angeschlossen, da nicht bestellt). Aber je, nun, das Übliche halt, bei wechselnden Arbeitsplätzen.Bei einer etwaigen Folgeveranstaltung weiß man dann halt besser Bescheid (life is too short, to worry about this).

Der Münchner Kollege Benoit Cliquet in seinem begnadeten Cartoon-Buch Interpeters (zu beziehen direkt bei ihm) ein wunderbares Bild, an das ich neulich spontan denken musste, als mir die Kollegin im Anschluss an unseren Job diese  Schnappschüsse schickte - lol. 

 

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Gaming - 36 Stunden Kalifornien

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Na, nicht ganz. Netterweise fliegt wow über Rejkjavik hin. Die ideale Gelegenheit für einen Zwischenstop, Übernachtung, in hot tub springen und dann halbwegs erholt landen. Busse fahren vom Flughafen in knapp einer Stunde nach Rekjavik, etwas umständlich aber durchaus machbar. 

Beim nächsten Mal unbedingt ein Guesthouse direkt am Wasser in Reikjavik nehmen. Schon beeindruckend, so direkt nach dem Aufstehen Lavabrocken, zugefrorenen See (Maar?) und Gletscher in der Ferne sehen. Überhaupt, allein das Licht und die unwirtliche Mondlandschaft sind es schon wert. 

 

Einstimmung am Flughafen: Björk-Zitate auf den Fenstern, die sich wie UNtertitel über die unrealistische Landschaft legen. 

 Bjork

Der Job selbst dann schon mit das ungewöhnlichste, was ich in den letzten 20 Jahren erlebt habe - das Gefühl, dass es ein massiver Wirtschaftszweig (hoffentlich mit uns Dolmetschern) werden könnte. Blizzard Entertainment gehört zu den wenigen Gaming Companies, die ihren Content stark lokalisieren. Hierbei kommt es weniger auf Übersetzungen, als kongeniale Interpretation (Pridemoore bspw. mit Prachtmeer übersetzen, einfach Sekundenverliebtheiten). Bezaubert hat mich daran auch, dass es ein völlig eigenständiger Parallelkosmos ist, der sich aus den Träumen, Ängsten und Wünschen einer neuen Generation nährt und völlig eigenständige, dreidimensionale Welten entstehen lässt - aber, OK, das ist jetzt vielleicht etwas zu pathetisch.

Beeindruckend fand ich auf jeden Fall  die Zahlen. Am ersten Veranstaltungstag Evita-Feeling auf dem Balkon mit Blick auf 30.000 Teilnehmer, die zur Veranstaltung im Anaheim Convention Center strömten. Gerüchten zufolge wurden die Tickets zur ausverkauften VA auf dem Schwarzmarkt mit 14.000 Euro gehandelt. Was allerdings verlässlich ist: 1 Million Streaming Tickets (mehrsprachig) gingen für je 32 Euro über den Tresen... Naja, Fingers crossed - mit 35 Kollegen 48 ziemlich crazy und schlaflose Stunden verbracht, aber ist eine Erfahrung, die ich um keinen Preis missen möchte (crazy, lovely people wherever you are - vom nördlichsten Teil Sibiriens über Südamerika bis Taiwan - selten so viel gelacht bei einem Job, take care!).

Den letzten Tag zum runterkommen dann noch als Stehtag an der Pazifikküsten verbracht, Babymöwen beobachtet, in das Künstlerstädtchen Laguna Beach gefahren und dort im magisch weichen Abendlicht Chillout Gitarrenklängen gelauscht, mit Barry, dem pensionierten Fotografen und seinem Hund geplaudert, während die Sonne schnell wie ein Stein ins Wasser fiel (Noch nie so einen zügigen Sonnenuntergang erlebt) und anschließend für den Horror-Rückflug (wow ohne Stopover) in einem Beauty Parlour wieder in Form massieren lassen. 

Manchmal bin ich meinem Job ziemlich, ziemlich dankbar!

Shine Theory

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New York Times Artikel über vielversprechenden Trend.

 

If Kelly Rowland can come around to the idea that she shines more (not less) because of her proximity to Beyoncé, there’s hope for the rest of us.

Selbst. und .ständig

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Neulich in der Notaufnahme, HNO-Rettungsstelle Rudow (HNO gibbet ansonsten nur in Friedrichshain). Bin auch nur hingegangen, weil jemand zu mir meinte - Du, mit Ohrenschmerzen und 19 Stunden-Flug über Peking - das würde ich abklären.  

 

"Naja, Wasser hinter Trommelfell und Mittelohrentzündung aber Druckausgleich rechts funktioniert im Moment noch. Da nehmen Sie beim Start am Besten Ibuprofen 400. Ist frei verkäuflich. Oder vielleicht lieber direkt die 600er." 

Danke. Selbst(und)ständig halt. Ich bin dann mal weg.

Buchempfehlung

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Factfulness - für alle, die keine Lust mehr auf "jadda, jadda, die Welt heute ist so schlecht- Calvinismus haben"

 

Nachtrag 27.11.18 - witzig, heute wurde es auch zum ersten Mal bei einer Führungskräfteschulung erwähnt. Hoffnungserweckend auch die dazu gehörige Webseite Gapminder :)

1. Mai - Rentenmillionäre u.a.

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Passend zum Tag der Arbeit.

Neulich mit einem ebenfalls Freiberufler darüber gesprochen, dass man ständig zu hören bekommt, als Freiberufler verdiene man so viel. Dabei einen neuen Begriff gelernt: 

"Ich sage dann immer: Und Ihr seid Rentenmillionäre." Was genau der Punkt ist - jeder Angestellte träumt davon, dass er Netto für Brutto erhält. Der Freiberufler hat zwar die Wahl, ob er Rentenbeiträge, Arbeitslosenversicherung etc. abführt, muss aber bei unseriösem Wirtschaften unweigerlich früher oder später die Zeche zahlen (sprich, im Alter auf Kosten potentieller Kinder oder aber von Vater Staat leben). 

 

Tagesspiegel hat einen guten Artikel zu den Änderungen am europäischen Arbeitsmarkt